Elektronik und Wärmeableitung (Hauptanwendung): Dampfkammern: Eine ca. 0,03 mm dicke Titanfolie dient als obere/untere Abdeckplatte oder Kapillardocht-Trägerschicht für den Dampfkammerraum von Smartphones, Laptops und 5G/KI-Chips. Durch den teilweisen Ersatz von Kupferfolie wird das Gewicht reduziert und eine leichte Korrosionsbeständigkeit erreicht.
Elektromagnetische Abschirmung: Ultradünne Titanfolie wird im Inneren von Präzisionsinstrumenten oder Modulen angebracht, um eine leichte Abschirmung gegen elektromagnetische Störungen zu gewährleisten und gleichzeitig ferromagnetische Störungen zu vermeiden. Elektroakustische Membranen: HiFi-Lautsprecher und Monitorlautsprecher nutzen die hohe Steifigkeit und geringe Dichte von Titanfolie, um eine klare Hochfrequenzwiedergabe zu erzielen. Miniaturkondensatoren/Sensorsubstrate: Werden als Elektroden für Miniatur-Dünnschichtkondensatoren oder als Substrate für MEMS-Sensoren verwendet, insbesondere wenn Korrosionsbeständigkeit erforderlich ist.
Neue Energie- und elektrochemische Elektrolyse-/Galvanisierungssubstrate: Werden als korrosionsbeständige Anoden- oder Kathodensubstrate in der Chloralkali-Industrie und in hydrometallurgischen Elektrolysezellen eingesetzt (oftmals mit Oberflächenbeschichtungen wie RuO₂/IrO₂). PEM (Polymerester) für die Wasserelektrolyse und Wasserstoffproduktion: Dient als Diffusionsschicht oder Stromkollektor-Hilfsschicht in Elektrolyseuren und ist beständig gegen Korrosion durch saure Elektrolyte. Forschung an neuartigen Batteriestromkollektoren: Laborversuche mit ultradünner Titanfolie als negativem Elektrodenstromkollektor für Lithium-Ionen-Batterien (als Ersatz für Kupferfolie) zur Verbesserung der Elektrolytkorrosionsbeständigkeit und Sicherheit sind im Gange (noch nicht in großem Maßstab kommerziell verfügbar). Anwendungen in der Chemie, Schifffahrt und im Umweltbereich: Plattenwärmetauscher (PHE): Ultradünne, gewellte und gepresste Titanfolie wird in Plattenwärmetauschern für die Schifffahrt und Meerwasserentsalzung eingesetzt. Ein TiO₂-Passivierungsfilm auf der Oberfläche schützt vor Korrosion durch Meerwasser und Chloridionen (Cl⁻). Reaktor-/Tankauskleidungen: Korrosionsbeständige Auskleidungsfolien für Lagerbehälter für starke Säuren/Laugen schützen das Kohlenstoffstahlsubstrat. Trägermaterial für mikroporöse Filtermembranen: Titanfolie, lasergebohrt oder -geätzt, um ein hochbeständiges, säure- und alkalibeständiges Trägermaterial für Filtermembranen zu schaffen, das für die Sterilfiltration in der Pharma- und Chemieindustrie eingesetzt wird.
Hilfsmaterialien für medizinische und biomedizinische Implantate: Titangewebe für die Knochenreparatur, Basisfolie für Membranen zur zahnärztlichen Reparatur (muss den Biokompatibilitätsstandards ISO 5832/GB 13810 entsprechen), 0,015–0,03 mm, geeignet für Verkapselung oder Verbundanwendungen. Medizinische Verpackung/Abschirmung: Strahlenschutz-Zusatzschicht oder spezielle Verkapselungsfolie für Sterilisationsinstrumente. Wärmeschutz-/Isolierschichten für die Luft- und Raumfahrt sowie die High-End-Fertigung: Lokale Wärmedämmfolie oder hitzebeständiges Zwischenschichtmaterial für Raumfahrzeuge und Triebwerksgondeln, beständig gegen Temperaturschwankungen von -196 bis 500 °C. Vakuumbeschichtungsträger: Hochreine Titanfolien-Substrate/Aufdampfquellen für PVD/CVD-Beschichtungen. Wissenschaftliche Forschungsproben: Supraleitende Dünnschichtsubstrate (z. B. NbTi), ultradünne Standards für die Materialforschung.