Gängige Reinheitsgrade von Vanadiumblechen liegen bei 99,5 %, 99,7 % und 99,9 %. Reines Vanadium ist ein typisches plastisch verformbares Metall mit guter Duktilität. Vanadium lässt sich kalt zu Blechen verarbeiten. Die mechanischen Eigenschaften hängen von seiner Reinheit ab. Nichtmetallische Verunreinigungen haben unter gleichen Bedingungen einen deutlich größeren Einfluss als metallische. Die Plastizität von Vanadium wird durch das Vorhandensein von Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Kohlenstoff drastisch reduziert. Beispielsweise wird Vanadium bereits bei einem Wasserstoffgehalt von 0,001 % und einem Sauerstoffgehalt von 0,05 % spröde. Bei einem Sauerstoffgehalt von über 0,15 % wird Vanadium während der Kaltverformung zerstört. Ab einem Sauerstoffgehalt von über 0,5 % ist eine Kaltverformung nicht mehr möglich. Da der Stickstoffgehalt etwa 10 % des Sauerstoffgehalts beträgt, sollte er 0,015 % nicht überschreiten, um eine ausgezeichnete Plastizität zu gewährleisten. Kohlenstoff ist im Vergleich zu den anderen Verunreinigungen die am wenigsten schädliche. Bei der Verarbeitung von mit Kohlenstoff legiertem Vanadium bei Raumtemperatur wird das Vanadium spröde, wenn der Kohlenstoffgehalt zwischen 0,3 % und 0,5 % liegt.